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Herzlich willkommen!

Dieser Blog dient dem Austausch und der Information über Homöopathie. Interessierte, Patienten und Kollegen finden hier einen Platz. Jeder Kommentar ist nützlich. Ich lade hiermit zur Mitarbeit ein. Ob Fragen oder Kommentaren, eigene Artikel. Alles bietet Anregung zur Auseinandersetzung. Ich freue mich auf einen kreativen Dialog!

Wer aktuell informiert sein will, kann die RSS Feeds Artikel und/oder Kommentare wählen. Ganz unten!

Homöopathie und Fasching III

Was ist der Unterschied zwischen einem Homöopathen und einem Büttenredner?
Beide suchen das Besondere. Der eine verbietet den Kaffee, der anderen zieht durch den Kakao.                                          Autor: Wolfram, mündliche Mitteilung

Homöopathie und Fasching II

Ein Homöopath ist wie ein Büttenredner. Beide bereiten sich sehr lange vor, bis es zu ihrem Einsatz kommt. Beide sind nie fertig, wenn es um das Erforschen und Aufzeichnen der besonderen Informationen in unserem Alltag geht. Beide suchen das Besondere, um es in der ihnen eigenartigen Weise zum Wohle der Menschen einzusetzen.

Der eine bringt sie zum Schmunzeln und Lachen, der andere macht sie gesund. Beides macht uns glücklicher. Das eine kürzer, das andere vielleicht länger. Helau!!! :-)

Organon der Heilkunst, 6.Auflage, Hahnemann

§ 5

Als Beihülfe der Heilung dienen dem Arzte die Data der wahrscheinlichsten Veranlassung der acuten Krankheit, so wie die bedeutungsvollsten Momente aus der ganzen Krankheits-Geschichte des langwierigen Siechtums, um dessen Grundursache, die meist auf einem chronischen Miasm beruht, ausfindig zu machen, wobei die erkennbare Leibes-Beschaffenheit  (vorzüglich des langwierig) Kranken, sein gemütlicher und geistiger Charakter, seine Beschäftigungen, seine Lebensweise und Gewohnheiten, seine bürgerlichen und häuslichen Verhältnisse, sein Alter und seine geschlechtliche Funktion, u.s.w. in Rücksicht zu nehmen sind. (geschrieben 1841)

Quelle: Organon der Heilkunst, 6.Auflage, Dr. Samuel Hahnemann, 1842 fertig gestellt, erschienen 1921

Diese Reihe wird fortgesetzt. Das Organon der Heilkunst, ist das wissenschaftliche Vermächtnis Hahnemanns und die Grundlage für das Verständnis der klassischen Homöopathie. Es enthält §§291, die alle Erkenntnisse, Beobachtungen aufführen und die Beweisführung aufzeigt, warum die Homöopathie funktioniert. Es zeigt Beobachtungen aus der Natur und Wirkstruktur von Krankheiten auf und wie sie unseren Organismus beeinflussen. Es geht weit über eine einfache Beobachtung von Krankheit hinaus und gibt uns einen tiefen Einblick in viele Zusammenhänge.

Video Links

Lieber Besucher,

ich möchte deine Aufmerksamkeit auf die neue Video-Links-Liste, rechter Rand, lenken. Es sind einige sehr interessante Berichte dabei und reinschauen lohnt sich. Viel Spaß und Erkenntnis damit. Ich bin an weiteren Links interessiert, also wenn ihr welche findet, schickt mir bitte eine Mail mit den Daten, herzlichen Dank.

Weihnachtszeit, oh Weihnachtszeit!

Wieder geht es in den Rausch des Kaufens und Schenkens hinein. Wie viel Freiheit finden wir darin noch? Wie weit lassen wir unser Schenken von Werbung und eigenem Statusdenken beeinflussen? Geht es wirklich noch um den anderen oder befriedigen wir vielleicht nur unseren eigenen Trieb?

Würden wir denn mit den Familienangehörigen feiern, wenn wir nicht gesellschaftlich gezwungen wären? Wie viel Klärung haben wir in der Adventszeit in unsere Beziehungen gebracht? Wie viel Zeit hat sich jeder für sich ganz persönlich in der Vorweihnachtszeit genommen?

Weihnachten, das Fest der Stille! Na klar, wenn wir in der Zeit vorher so verrückt sind, dass die schon schnelllebige Zeit, noch angespannter, noch voller wird mit Hektik und Aktivität. So ist es doch verständlich, dass wir Ruhe dabei empfinden, wenn die Kaufhäuser geschlossen sind. Wenn wir nichts mehr kaufen müssen und können. Wir werden zum Verschnaufen gezwungen und sind danach oft so fix und fertig, dass wir froh sind, alles hinter uns zu haben.

Besinnliche Weihnachten entwickeln sich für mich immer mehr zu einem besinnungslosen Weihnachten. Leider ist das Jahr dazwischen nicht kurz genug um sich an die letzten Weihnachten zu erinnern. So wird es wiederholt und wiederholt. Ach wie schön war es doch wieder!

Änderungen kommen kaum von außen, sie sollten durch uns selbst ins Leben gebracht werden. Die ganze Hektik sollte an uns abgleiten wie ein Wassertropfen von einem Blatt. Es wäre wirklich höchste Zeit für fröhliche und friedliche Weihnachten. Vielleicht bietet sich die nächste Weihnachtszeit dafür an.

Ich wünsche herzliche Ruhe, Frieden, Zeit für die Familie, die wirklichen Freunde und vor allem für sich selbst. Das ist die große Herausforderung, die uns jedes Jahr begegnet. Packen sie dieses unerwartete und kostenlose Geschenk aus, es wartet auf sie.

Traumata, Folgen und Vorbeugung

Wie die neuesten Erkenntnisse in der medizinischen Forschung zeigen, werden die Folgen von körperlichen Traumata/Verletzungen oft unterschätzt. Häufig zeigen sich Langzeitfolgen von Verletzungen, die oft gar nicht den Ursachen zugeordnet werden. Hier kommt die klassische Homöopathie ins Spiel, unter besonderer Berücksichtigung von Arnika, einem unserer Hauptmittel für die Folgen von körperlichen und psychischen Traumata. Beschäftigen wir uns mit einem kleinen Ausschnitt der Verletzungen.

Ein ganz wichtiges Kennzeichen für die Einsatzmöglichkeit von Arnika wird oft übersehen: Eine Verletzung, die eigentlich sehr schmerzhaft sein sollte, wird nicht als so schmerzhaft oder so schwerwiegend empfunden, wie es normalerweise der Fall wäre. Es kommt zu einer Unterschätzung der Verletzung. Oft fallen die Worte:  “Ach, es war gar nicht so schlimm!”

Hier führt uns gerade das Ausbleiben, von normal zu erwartender Symptomatik, zu unserem Mittel. Besonders unter dem Gesichtspunkt des §153, Organon der Heilkunst, 6.Auflage. Meist treten die schmerzhaften Zustände erst am nächsten, übernächsten Tag oder noch später auf. Dann wundert man sich, warum die Verletzung erst jetzt weh tut, bzw. wieder weh tut. Das erklärt sich durch die Veränderung der Symptomatik. Die stärkere dynamische Affektion, die Verletzung, hat der Lebenskraft einen Stempel aufgesetzt und steht jetzt im Vordergrund. Nachdem dieser Einfluss sich reduziert hat, treten normalere Reaktionsmuster wieder auf.

Wie können wir den Folgen von Verletzungen vorbeugen? Nicht durch das Einnehmen von ganzen Globuli, sondern durch das Auflösen eines einzigen Globulus in ca. 200ml Wasser. Davon, nach 10maligem Umrühren, 10maliges Schütteln nur bei geschlossenen Gefäßen ;-) , 1 Teelöffel einnehmen und bei Bedarf bis zu 3-5 mal täglich einnehmen. Vorsicht bei der Wahl der Potenzstufe und der Dynamisationsform. D-Potenzen können heftige Verschlimmerungen hervorrufen! Auch die Dauer sollte nicht zu lange sein. Eigene Aufmerksamkeit, den Reaktionen nach der Einnahme gegenüber, vorausgesetzt. Bei Fragen immer den Homöopath kontakten.

Vor der Einnahme unbedingt jedesmal verändern, das heißt, 10mal kräftig Umrühren oder Schütteln. Diese Veränderung ist notwendig, lässt sich die Lebenskraft dadurch viel besser beeinflussen und es treten keine Arzneisymptome auf. Eine Wiederholung ist also zu vermeiden und nicht von Vorteil. §248,Organon der Heilkunst, 6.Auflage

Eine Notiz in das Einnahmetagebuch der homöopathischen Mittel, mit Angabe der Vorkommnisse ist immer hilfreich. Jeder der homöopathische Mittel gebraucht, sollte diese Aufzeichnungen laufend fortführen. Dient es einesteils der Erinnerung bei chronischen Anamnesen, dient es andereseits vor allem dem Wissen, wann sie ein homöopathisches Mittel, wie und aus welchem Grund eingenommen haben. Globuli sind keine Liebesperlen!

Ich hoffe der kleine Ausflug in die Ungewöhnlichkeiten der klassischen Homöopathie hat Spass gemacht!

Organon der Heilkunst, 6.Auflage, Hahnemann

§4

Er (Behandler) ist zugleich ein Gesundheits-Erhalter, wenn er die Gesundheit störenden und Krankheit erzeugenden und unterhaltenden Dinge kennt und sie von den gesunden Menschen zu entfernen weiß. (geschrieben 1841)

Gesundheit braucht persönlichen Einsatz – auf vielen Ebenen

Mein neuer Slogan am Ende meiner Email. Lange dachte ich darüber nach, ob ich diesen Zusatz anhängen sollte. Die Gründe, die mich bewegten sind die, die uns alle angehen und zu persönlichem Einsatz bewegen sollten.

Erstens: Wir sind selbst für unsere Gesundheit verantwortlich. Diese Verantwortung geben wir nur zum Schein ab, letztendlich bleibt die Verantwortung für unser Leben bei uns selbst.
Zweitens: Wir sollten nicht blind unseren Behandlern vertrauen, sondern mündig und verantwortungsvoll zusammenarbeiten. Das ist eine Herausforderung!
Drittens: Sich beraten lassen und die Informationsquellen nutzen, die die heutige Zeit bietet, ist eine weitere Möglichkeit sich einzusetzen. Das fängt beim Aufschreiben der eingenommenen Medikamente an, egal wie alternativ sie auch erscheinen und geht über das Durchlesen der Beipackzettel weiter, ohne wirklich zu enden.
Viertens: ein Behandler kann nicht in allem gleich gut sein. Jeder kranke Mensch wird aber zum Spezialist für sich selbst, wennn er sich mit seinen Problemen beschäftigt. Zusammenarbeit ist wichtig!
Fünftens: Es besteht die Möglichkeit sich mit anderen Menschen und ihren Erfahrungen auszutauschen, hier geht der Weg schon über die eigene Person hinaus.
Sechstens
: Wenn ich weiß was mich krank macht, kann ich daran etwas ändern. Hier kommen wir schon zu unseren Einsatz in der persönlichen Psychohygiene, der Ernährung, dem vermeintlichen Freundeskreis, dem Arbeitsplatz, der Umwelt. Ein Beispiel: Lärm- und Umweltverschmutzungen können wir in bestimmten Bereichen reduzieren, vielleicht meiden, sie persönlich verhindern oder uns einsetzen, dass sich die Situation verbessert. Das aktiv werden für eine Verminderung von z.B. Flug- und Autolärmbelastungen, ist ein persönlicher Einsatz für Gesundheit.
Siebtens: Einkaufen heisst wählen und entscheiden! Jeder kann mit dem was er an Nahrung, Kleidung , Möbel, Auto und Haus einkauft, direkt Einfluss auf die Herstellung und Produktion nehmen, damit auf die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Menschen, die in der Herstellung beschäftigt sind. Was nicht gekauft wird, wird uninteressant!
Achtens: Dann kommt der Einsatz für Gesundheit in Organisationen, die sich vor Ort, in der Region, in Deutschland, in Europa und weltweit für Gesundheit einsetzen. Dazu zählt auch das Meer, die Wälder, die Nahrung und die Menschen. Dazu bietet sich heute immer noch der Verein vor Ort an, hier werden aktive Menschen gesucht und gebraucht. Ein Verein ist kein Selbstläufer, sondern lebt durch seine aktiven Mitglieder. Eine tolle Möglichkeit sich zu engagieren. Weiter geht es mit überregionalen Organisationen und die immer wichtiger werdende Teilnahme an Internetaktionen. Beispiel: Käseaktion von Foodwatch, 14.000 Emails reichten um einen Lebensmittelhersteller zu einer Veränderung zu bewegen. Das dazu solche Aktionen notwendig sind, will ich mal gar nicht kommentieren.
Neuntens: Bewußt wählen im Verein, in seiner Kommune, seinem Bundesland und in Deutschland. Politisches Bewußtsein und Engagement ist Einsatz für die Gesundheit. Nur mit Strukturen, die uns dienen und helfen, können wir langfristig unsere Gesundheit aufrecht erhalten und fördern, dazu gehört auch gesunde Arbeit.
Zehntens: Bei all den Aktivitäten, die wir für uns und unsere Gesundheit tun können, gehört das Abschalten, das Entspannen und Ausruhen, als eine der wichtigsten Möglichkeiten der Gesundheitserhaltung in unseren Alltag. Zur Besinnung kommen, Meditation oder einfach mal auf einer Bank in der Sonne sitzen. Bewußt Atmen und sich für die ruhigen Phasen bewußt so viel Zeit nehmen, wie es für ein Geschäftstermin oder Verabredung mit Freunden selbstverständlich ist.

Zögern sie nicht zu Handeln! Gehen sie bewußt auf große Fahrt, auf ihrem Schiff sind sie ja schon! Haben sie es schon bemerkt? In welche Richtung sie fahren, bestimmt die Person am Ruder, wenn da einer steht. Ob es dann zu einem Unfall kommt, wobei Schweröl ausläuft und die Umwelt verschmutz wird, ist nur vom Kapitän abhängig. Mancher verdient mehr dabei, wenn das Schiff untergeht. Geben sie die Verantwortung nicht ab, übernehmen sie als Kapitän ihr Lebensschiff! Gute Fahrt!

Das Einnahmetagebuch

Kurz gesagt ein Heftchen, in dem sie die Einnahme aller Mittel verzeichnen, die sie einnehmen. Egal ob Homöopathie, Schüssler, Allopathie, Anthroposophie, Bachblüten, Komplexmittel (die niemand einnehmen sollte) und wie wir das alles noch bezeichnen. Eine kurze Angabe des Grundes, der Art der Einnahme, Menge, Einnahmezeitraum und Beobachtungen, die sie festgestellt haben. So wird jede Einnahme ein viel bewußterer Prozess und erhöht unsere Aufmerksamkeit gegen die Gewohnheit.

Grundsätzlich sollte das jeder führen, kann es doch recht hilfreich sein, wenn der Behandler oder Apotheker über die Verodnungen nachdenkt oder Fragen zu den angewendeten Arzneien macht. Bitte nennen sie auch die sogenannten Nahrungsergänzungsmittel und Tees, die sie zu sich nehmen.

Der Behandelte hat vielleicht sogar einmal den Beipackzettel gelesen , um festzustellen, dass die jetzigen Beschwerden tatsächlich in dem Zeitraum aufgetreten sind, der doch eigenartigerweise mit dem Einnahmezeitraum des neuen Medikamentes übereinstimmen. Praxisalltag!

Sie sehen, genaue Beobachtungen, wie sie der klassische Homöopath im Laufe der homöopathischen Behandlung anwendet, nutzt nicht nur beim Gebrauch von homöpathischen Mttel.

 

Organon der Heilkunst, 6.Auflage, Hahnemann

§ 153

Bei der Aufsuchung eines homöopathisch specifischen Heilmittels, das ist, bei dieser Gegeneinanderhaltung des Zeichen-Inbegriffs der natürlichen Krankheit gegen die Symptomenreihen der vorhandenen Arzneien, um unter diesen eine, dem zu heilendem Uebel in Aehnlichkeit entsprechende Kunstkrankheits-Potenz zu finden, sind die auffallendern, sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenheitlichen (charakteristischen) Zeichen und Symptome des Krankheitsfalles besonders und fast einzig in´s Auge zu fassen; denn vorzüglich diesen, müssen sehr ähnliche, in der Symptomenreihe der gesuchtenArznei entsprechen, wenn sie die passendste zur Heilung sein soll. Die allgemeinern und unbestimmtern: Eßlust-Mangel, Kopfweh, Mattigkeit, unruhiger Schlaf, Unbehaglichkeit u.s.w., verdienen in dieser Allgemeinheit und wenn sie nicht näher bezeichnet sind, wenig Aufmerksamkeit, da man so etwas Allgemeines fast bei jeder Krankheit und jder Arznei sieht. (1841)